Adrian Tozzi

Ich wurde 1995 in Regensburg geboren, habe lange in Dresden gelebt und bin seit 2025 in Neustadt an der Weinstraße zuhause. Neben meinem Philosophie-Studium 2016-2023 habe ich als Saisonarbeiter, Barkeeper, Hilfskraft und Pizzabäcker Vollzeit gearbeitet. Dazu engagierte ich mich von 2014 bis 2023 für 15 Std. / Woche als ehrenamtlicher Fußballtrainer. Ich weiß, wer unsere Gesellschaft am Laufen hält – vom LKW-Fahrer, über die mittelständische Unternehmerin und den Amateur-Schiedsrichter, bis hin zur Bauamts-Chefin im Rathaus: Ihnen gilt meine Arbeit und mein ehrenamtliches Engagement.

Als Kollege im neuen Berufsfeld der „Beteiligungsmacher (m/w/d)“ sehe ich mich genau an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Mein Ziel ist es, diese Bereiche zusammenzubringen, um offen und ehrlich über gute Lösungen für Alle zu debattieren. Meine Erfahrung als Projektleiter für Bürgerbeteiligung zeigt, dass gut geplante und ehrliche Beteiligung die Erwartungen der Beteiligten oft übertrifft und nachhaltige Wege in die gemeinsame Zukunft ebnet.

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Referenzen

Der Bürger-Beirat „Windkraft“ war ein offener Beteiligungsprozess, bei dem am Anfang nicht klar war, wo wir letztendlich landen würden. Wie andere Bundesländer muss Sachsen bis 2032 mindestens 2 % seiner Landfläche für Windkraftanlagen zur Verfügung stellen. Großpösna war eine der wenigen Kommunen, die das Thema von Anfang an maximal transparent behandelt hat. 2023 fällt der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss, dass die Bürgerinnen und Bürger am Entscheidungsprozess teilhaben sollen. Daraus entwickelte sich eine breit angelegte Informationskampagne mit einem großen Info-Markt „Erneuerbare Energien“, in dem Interessierte ihre Fragen und Anliegen formulieren konnten. Die Anliegen waren klar: Betroffene Bürgerinnen und Bürger sollen eng mit der Kommune zusammenarbeiten, um zu einer gemeinsamen Entscheidung bzgl. der Windräder zu gelangen.

Daraus entwickelte sich der Bürger-Beirat „Windkraft“, der von März bis September 2024 in 10 Sitzungen zusammenkam, ein Jahr später sollten 5 weitere Treffen folgen. Im Beirat waren alle Meinungen zum Thema und alle betroffenen Ortsteile vertreten. Schon bei den ersten Sitzungen haben die Mitglieder ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt und sich das Ziel gesetzt, zusammen das Beste für die Gemeinde zu erreichen – nicht jede Person für sich. Dadurch konnten viele „heiße Eisen“ wie Abstand, Lautstärke, Vogelschutz etc. produktiv besprochen und Kompromisse gefunden werden. Außerdem hatten alle Bürgerinnen und Bürger 2024 die Gelegenheit, anonym Fragen an den Bürger-Beirat zu stellen, die dieser dann öffentlich beantwortet (daraus entstand eine Art FAQ). Heraus kam eine Empfehlung an den Gemeinderat, die mit großer Mehrheit über die Parteien hinweg angenommen wurde.

2025 wurde der Bürger-Beirat an den Verhandlungen mit den Windkraft-Unternehmen beteiligt. Einzelne Mitglieder saßen am Verhandlungstisch neben dem Bürgermeister, um den Empfehlungen des Beirats mehr Gewicht zu verleihen. Alle Mitglieder des Beirats wollten weiterhin dabei sein werden, weil sie gute Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung und Kommunalpolitik gemacht haben. Das Konzept des Bürger-Beirats wurde seitdem von anderen Kommunen adaptiert und weiterentwickelt (z.B. Thallwitz, Mockrehna, …). Gemeinsam mit der Sächsischen Energie Agentur werden zurzeit weitere Formate für den Wissenstransfer aus Großpösna entwickelt.

Mehr Informationen zum Bürger-Beirat Windkraft in Großpösna finden Sie hier.

Das Bürgerbudget Großpösna zeigt eindrucksvoll, wie Bürgerbeteiligung gelingen kann. Der Prozess war klar strukturiert: Vorschläge konnten einfach eingereicht werden, die Verwaltung prüfte Kosten und Zuständigkeiten, danach folgte eine öffentliche Abstimmung und schließlich die Umsetzung der Gewinnerprojekte. Die Teilnahmeschwelle war niedrig, schon ab 14 Jahren konnten Bürgerinnen und Bürger aktiv mitmachen – einzeln oder als Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen. Diese Offenheit, gepaart mit einem transparenten Zeitplan, schuf Vertrauen und Akzeptanz. Dass am Ende 1.466 Menschen mitmachten, darunter auch viele online, belegt die breite Reichweite und zeigt, dass die Mischung aus digitalem und analogem Zugang den Nerv der Bevölkerung getroffen hat.

Besonders entscheidend für den Erfolg war die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Plakaten und Flyern, die durch klare Gestaltung, auffällige Symbole und einfache Sprache überzeugten, gelang es der Gemeinde, Aufmerksamkeit zu erzeugen und komplexe Abläufe verständlich darzustellen. Die Visualisierung von Teilnahmezahlen oder Ablaufschritten wirkte motivierend und griff das Gemeinschaftsgefühl auf: „Macht los! Statt machtlos.“ Ergänzt wurde dies durch eine Mehrkanalstrategie – Aushänge in Rathaus, Bibliothek und Ortsteilen, Informationen online und die Präsenzstände vor Ort. So erreichte Großpösna nahezu alle Zielgruppen und schuf eine Kultur, in der Bürgerinnen und Bürger spürten, dass ihre Stimme sichtbar und wirksam ist.

Mehr zur Kinder- und Jugendbeteiligung „Meine Gemeinde“ finden Sie hier.

Mehr zum Bürgerbus Großpösna finden Sie hier.

Mehr zum Bürger-Bauseminar am Pösgraben finden Sie hier.

Stimmen

"Jede Kommune sollte jemanden wie Adrian Tozzi haben."
Melanie S.
Sächsische Energie Agentur
"Ich denke, wir sind damit den richtigen Weg gegangen.
Danke für deine Arbeit!"
Ronald K.
Bürger
"Wir sind sehr schnell zu einem Konsens gekommen, weil wir alle das Beste für die Gemeinde wollten."
Heike B.
Bürgerin

Für Kommunen, Vereine & Firmen

Beteiligungs-Management

Es gibt gute Gründe, eine Beteiligungs­maßnahme gemeinsam mit externen Fachleuten durchzuführen.

Erstens entstehen leicht Rollenkonflikte, wenn etwa Bürgermeisterin oder Feuerwehrführer zugleich moderieren und ihre Position vertreten. Deshalb sollten Workshops, Info-Abende und ähnliche Formate von neutralen Personen geleitet werden.

Zweitens bringen Externe nicht nur Neutralität, sondern auch Professionalität mit: Durch Erfahrung und vorausschauende Planung lassen sich aufgeheizte Situationen vermeiden und Konflikte konstruktiv bearbeiten.

Drittens erfordern gute Beteiligungsprozesse viel Personal, da alle Akteure individuell angesprochen werden wollen. Diese Ressourcen fehlen oft in Kommunen und im Ehrenamt. Die Zusammenarbeit mit externen Fachleuten schafft daher Entlastung und stärkt die Qualität der Beteiligung.

Sie wollen nicht von oben herab entscheiden? Egal ob neues Essen in der Kita, Windrad-Gegner im Rathaus oder Konzepte gegen Diskriminierung – ich stehe an Ihrer Seite, wenn es um Beteiligung geht. Im kostenlosen Beratungstermin geht es um ihr Thema und ihre Bedenken:

  • Wollen Sie nur transparent informieren oder wirklich beteiligen?
  • Welchen Spielraum gibt es in der Entscheidungsfindung?
  • Welche Erfahrungen aus ähnlichen Prozessen können hilfreich sein?

Diese und weitere Fragen müssen vor der Planung geklärt werden, damit später nicht „Beteiligung“ drauf steht, wo gar keine drin ist. Manchmal ist ein guter Informations-Abend besser als ein riesiger Beteiligungs-Workshop ohne Spielraum und Verbindlichkeit. In einem kostenlosen Beratungstermin finden wir zusammen heraus, was am besten für Ihre Themen, Ziele und Ressourcen geeignet ist.

Die meiste Arbeit geschieht hinter den Kulissen. In der Planungsphase schauen wir gemeinsam auf die Zeitschiene und die wichtigsten Elemente für Ihre Beteiligungs-Maßnahme. Von den Akteurs-Gesprächen, über die Finanz-Planung, die Feedback-Runden, die Veranstaltungs-Planung, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation für Fördermittelgeber muss der Prozess von vor herein eine klare Struktur bekommen. Diese Struktur bietet Verwaltung und Beteiligten über Monate und Jahre hinweg Orientierung. Zudem lässt eine gut geplante Beteiligungs-Maßnahme Spielräume offen für andere Meinungen, für erhöhten Gesprächsbedarf und Beziehungsarbeit in den Gruppen. So kann echte Beteiligung zielorientiert arbeiten und gleichzeitig auf die Bedürfnisse und Wünsche der beteiligten Bürgerinnen und Bürger eingehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Bürger-Beirat Windkraft in Großpösna, den ich organisiert habe. Hier waren Thema, Zeitrahmen und Ressourcen geplant. Der Prozess selbst, die Methoden und Termine haben sich jedoch streng an den Rückmeldungen der Beteiligten orientiert, die selbst mit der Idee des Bürger-Beirats an die Kommune herantraten.

Es geht ans Eingemachte! Sie benötigen jemanden, der als Erster kommt und als Letzter geht? Sie brauchen jemanden, bei dem die Fäden zusammenlaufen, der den Überblick behält, anpackt und moderiert? Ich führe die Veranstaltungen meistens selbst durch und greife gerne auf Ihre Ressourcen vor Ort zurück: Haben Sie eine Kollegin, die als Expertin die Sachlage einordnen kann? Gibt es ein Sommerfest, bei dem wir uns andocken können? Haben Sie Informationskanäle, auf die Ihre Zielgruppe am besten reagieren? Bei der Durchführung geht es darum, die Beteiligungs-Maßnahme möglichst gut lokal anzudocken, um den Beteiligten eine vertraute, angenehme und sichere Atmosphäre zu bieten. Dort kann ich anhand vieler Beispiele aus anderen Kommunen die passenden Formate und Rahmen für die Veranstaltung umsetzen. Zudem ermöglicht es mir meine Erfahrung, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren und die Veranstaltung zielorientiert abzuschließen.

Der Abend war schön, die Diskussionen lang und die Kompromisse vielversprechend. Und jetzt? Wie bringt man die Ergebnisse und die Stimmung an die Öffentlichkeit? Genauso wichtig wie die Durchführung, ist die Dokumentation Ihrer Beteiligungs-Maßnahme. Ich plane die Dokumentation von Anfang an in den Prozess mit ein, damit auch die nicht-beteiligten Bürgerinnen und Bürger vom Ergebnis der Beteiligungs-Maßnahme erfahren. Was außerdem oft vergessen wird: Viele Beteiligungs-Maßnahmen entfalten erst Jahre später ihre Wirkung (siehe Stuttgart21: u.a. Ideenwerkstatt 1995, Ausführung seit 2010). Manche Bürgerinnen und Bürger ziehen vielleicht erst in 2-5 Jahren an den Ort, an dem heute die Betroffenen beteiligt werden. Wenn nicht übersichtlich und nachvollziehbar dokumentiert wird, was mit viel Aufwand und Beteiligung abgemacht wurde, geht dieses Wissen verloren und gibt der Enttäuschung und Wut unnötig viel Raum. Von der klassischen Pressemitteilung, bis hin zu eigenen Broschüren, Social-Media-Kampagnen oder Websites – Gemeinsam bestimmen wir von Anfang an, wer wann und wo über Ihre Beteiligungsmaßnahme informiert werden soll. Auch die Dokumentation für etwaige Fördermittelgeber wird selbstverständlich gesichert.

Öffentlichkeitsarbeit

Sie wollen mehr Wiedererkennungswert für Ihre Veranstaltung? Bei mir bekommen Sie Management und Öffentlichkeitsarbeit aus einer Hand! Anhand Ihrer Vorstellungen und Ihres Corporate Designs entscheiden wir gemeinsam, welche Aufmachung die richtige ist.

  • Welche Stimmung soll vermittelt werden?
  • Welche Zielgruppe angesprochen, welcher Fokus gelegt werden?
  • Ist ein Thema unbekannt und muss erst mit greller Werbung in die Öffentlichkeit gebracht werden?
  • Oder geht es um den größten Zankapfel der Region, bei dem von vorn herein eine seriöse und beruhigende Wortwahl angebracht ist?

Diese und mehr Fragen beantworten wir gemeinsam, um Ihnen und Ihrer Beteiligungs-Maßnahme zur größtmöglichen Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Unsere kommunale Demokratie wird durch echte Beteiligung nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt. Im Klartext heißt das, dass bei großen Entscheidungen wie dem Bau von Windrädern immer die Räte und Gremien der Kommune das letzte Wort haben – und das ist gut so. Damit jedoch die Ergebnisse ihrer Beteiligungs-Maßnahme nicht einfach in der berühmten Schublade verschwinden, ist kluge Öffentlichkeitsarbeit gefragt. Dazu gehört ein ordentliches Medien-Echo, aber auch die Einbindung der lokalen Entscheidungsträger. Meine Erfahrung zeigt: Wenn der kritische Kommunalpolitiker einmal persönlich mit den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern gesprochen und den Prozess miterlebt hat, fällt es ihm schwerer, die Ergebnisse der Beteiligungs-Maßnahme links liegen zu lassen.

Schulungen

Ob in Ihrer Kommune, Ihrem Verein oder in einer ehrenamtlichen Initiative – vielleicht möchten Sie sich weiterbilden oder neuen Schwung in Ihre Arbeit bringen? Ich biete praxisnahe, maßgeschneiderte Schulungen, die genau auf die Bedürfnisse ländlicher Strukturen zugeschnitten sind. Mein Wissen habe ich durch Studium, zahlreiche Fortbildungen und vor allem durch langjährige praktische Arbeit im ländlichen Raum erworben. In über 150 Workshops und Seminaren habe ich bereits vielfältige Zielgruppen begleitet – von Gemeinderäten über Vereinsaktive bis hin zu Jugendgruppen.

  • Demokratie gemeinsam gestalten – Theorie und Praxis

  • Bürgerbeteiligung für Kommunen im ländlichen Raum

  • Bürgerbeteiligung für Vereine und Initiativen

  • Bürgerbeteiligung für Ehrenamtliche

  • Beteiligung im eigenen Verein oder in der Verwaltung 

  • Gewaltfreie Kommunikation – Theorie und Praxis

  • Umgang mit Extremismus im Vereins- oder Gemeindealltag

  • Kinder- und Jugendbeteiligung für Kommunen

  • Kinder- und Jugendbeteiligung in sozialen Einrichtungen vor Ort

  • Kinder- und Jugendbeteiligung für Initiativen und Vereine

Moderation

Moderation bedeutet, Gespräche und Veranstaltungen so zu begleiten, dass Austausch, Klarheit und Ergebnisse im Mittelpunkt stehen. Als privater Dienstleister biete ich professionelle Moderation für Teamgespräche, Gremien­sitzungen oder Abendveranstaltungen an. Dabei sorge ich für eine strukturierte Gesprächsführung, einen respektvollen Rahmen und den roten Faden, damit Inhalte verständlich bleiben und alle Beteiligten zu Wort kommen. Ziel ist es, Diskussionen lösungsorientiert zu lenken, Konflikte konstruktiv aufzufangen und Entscheidungen transparent zu gestalten.

Kontakt

Ich freue mich auf Ihre Anfrage per E-Mail.
Gerne können wir einen unverbindlichen persönlichen Termin vereinbaren und über Ihre Anliegen sprechen:
kontakt@adrian-tozzi.de

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